Projektsteckbrief: Erneuerung der Diemelbrücke in Marsberg

Die AVT STOYE GmbH konnte am 10.04.2017 erfolgreich ein außergewöhnliches Projekt in Betrieb nehmen. Die Baumaßnahme zur Erneuerung der Diemelbrücke in Marsberg ist aufgrund der technischen Komplexität mit den hohen Anforderungen an die Funktechnik ein Projekt der besonderen Art.

Um den Verkehr in Marsberg während der Brückenerneuerung einigermaßen gewährleisten zu können, vor allem aber den Einsatzkräften der Feuerwehr, der Rettungswache und den Notärzten im Einsatzfall relativ zügige Anfahrten zu ermöglichen, wurde zur Erneuerung der Brücke eine Behelfsbrücke, welche in Richtung Westen als Einbahnstraße befahren werden darf, installiert.

Während für die Marsberger Feuerwache durch die Einbahnstraße über die Behelfsbrücke in Richtung Westen eine ungehinderte Einsatzfahrt gewährleistet ist, sieht es für die Einsatzfahrten der Rettungswache in Richtung Osten anders aus. Entweder werden mindestens 20 Minuten Umweg über die nächste Brücke in Kauf genommen oder der Einbahnverkehr über die Behelfsbrücke wird gestoppt, um den Einsatzkräften in Richtung Osten die Fahrt entgegen der Einbahnrichtung zu ermöglichen.

Hierzu wurde durch die AVT STOYE GmbH eine mobile Lichtsignalanlage installiert und die entsprechenden Rettungsfahrzeuge, sowie einige Polizeifahrzeuge und Fremdfeuerwehren mit Handfunksendern ausgestattet. Ebenfalls erhielten die Mitarbeiter der Feuerwehr Handfunksender, welche im Einsatzfall unter Umständen zuerst über die Behelfsbrücke zur Feuerwache müssen, um dann den Einsatz wahrnehmen zu können.

Bei Betätigung dieser Handfunksender wird der Individualverkehr angehalten und dem o.g. Personenkreis die Überfahrt in Richtung Osten entgegen der Einbahnstraße gewährt.

Hervorzuheben ist die Komplexität der Funkansteuerung.

Einerseits sollten für die veranschlagte Brückenbauzeit von ca. einem Jahr die Kosten für eine temporäre Signalisierung im Rahmen gehalten werden, aber andererseits eine sichere und ordnungsgemäße Funktion im Notfall gewährleistet sein.  Außerdem sollte die angestrebte funkgesteuerte Lösung für jeden Benutzer so einfach wie möglich sein.

So sollten die Funkstrecken bestimmte Mindestreichweiten sicher ermöglichen und ausfallsicher und präzise arbeiten, ohne den Kostenrahmen zu sprengen. Durch die entsprechende Auswahl eines hocheffizienten Funksystems, der detailliert geplanten Festlegung der Empfängerstandorte und der Angleichung der Programmparameter (in welcher Entfernung vor der Signalisierung kann eine Anforderung abgesetzt werden und reicht diese Zeit zum Anhalten des Individualverkehrs?) wurde das System nach einer Einweisung zur Zufriedenheit aller Beteiligten am 10.04.2017 in Betrieb genommen und läuft seither störungsfrei.

2017-09-26T09:28:24+00:00